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SEO-Trends: Was sich seit 2024 verändert hat und was bleibt

Die 9 SEO-Trends aus 2024 im Rückblick: Was hat sich bestätigt, was nicht, und was bedeuten KI-Übersichten und KI-Assistenten heute für Ihre Website?

Nadja HorstAktualisiert amLesezeit7 Minuten
Holzwürfel mit den Buchstaben SEO und TRENDS vor grauem Hintergrund, daneben eine Sukkulente im schwarzen Topf

Anfang 2024 haben wir hier neun SEO-Trends vorgestellt, die aus unserer Sicht das Jahr prägen würden. Inzwischen ist klar, welche davon sich gehalten haben. Einige Trends sind heute Grundvoraussetzung, andere haben sich anders entwickelt als erwartet. Und mit den KI-Übersichten bei Google und KI-Assistenten wie ChatGPT hat sich das Suchverhalten stärker verändert, als es damals absehbar war.

In diesem Rückblick (Stand: September 2026) finden Sie zu jedem der neun Trends die ursprüngliche Einschätzung und was daraus geworden ist. Kurz zusammengefasst:

  • Bestätigt: mobile Optimierung, Vertrauen und Fachwissen (E-E-A-T), Ladezeit und Core Web Vitals, Nutzererfahrung und Local SEO sind wichtiger denn je.
  • Anders gekommen: Die Sprachsuche hat sich nicht als eigener Trend durchgesetzt, und die „Position 0“ wird vielerorts von KI-Übersichten verdrängt.
  • Unterschätzt: Künstliche Intelligenz hat die Suche selbst verändert, nicht nur die Werkzeuge für SEO.

1. Mobile Optimierung: Ihr Schlüssel zur Sichtbarkeit

Die Einschätzung von 2024: Google bevorzugt mobilfreundliche Websites, und die mobile Optimierung bleibt einer der wichtigsten Faktoren für das Ranking.

Was daraus geworden ist: Bestätigt, und zwar vollständig. Google hat die Umstellung auf die Mobile-First-Indexierung 2024 abgeschlossen und crawlt Websites seitdem grundsätzlich mit dem Smartphone-Crawler. Was auf der mobilen Version fehlt, zählt für Google praktisch nicht. Mobile Optimierung ist damit kein Trend mehr, sondern Voraussetzung. Prüfen Sie Ihre Website deshalb regelmäßig auf dem Smartphone: Sind alle Inhalte vorhanden, lassen sich Menüs und Formulare gut bedienen, und lädt die Seite schnell?

2. E-A-T: Expertise, Autorität, Vertrauenswürdigkeit

Die Einschätzung von 2024: Expertise, Autorität und Vertrauenswürdigkeit werden immer wichtiger. Inhalte sollten fachlich fundiert und aktuell sein.

Was daraus geworden ist: Bestätigt. Genau genommen spricht Google schon seit Ende 2022 von E-E-A-T, ergänzt um „Experience“, also eigene Erfahrung. Wichtig ist die Einordnung: E-E-A-T ist kein einzelner Rankingfaktor, den man messen oder einstellen kann. Es beschreibt, woran Googles Leitfaden für hilfreiche Inhalte gute Inhalte erkennt.

Seit 2024 ist die Bewertung hilfreicher Inhalte fester Teil der regulären Google-Updates. Websites mit austauschbaren Texten ohne erkennbare Autoren und ohne eigene Erfahrung haben es seitdem schwerer. Zeigen Sie deshalb, wer hinter Ihren Inhalten steht, und bringen Sie Ihr Fachwissen aus der Praxis ein: echte Beispiele, eigene Einschätzungen, klare Angaben zu Ihrem Unternehmen.

3. Sprachsuche und BERT-Optimierung: Auf die Zukunft vorbereiten

Die Einschätzung von 2024: Die sprachgesteuerte Suche gewinnt an Bedeutung. Inhalte sollten für natürliche Sprache und mit Blick auf BERT optimiert werden.

Was daraus geworden ist: Teilweise bestätigt, aber anders als erwartet. Die Sprachsuche über Smart Speaker hat sich nicht zu einem eigenen SEO-Thema entwickelt. Eine Korrektur zu damals: BERT ist ein Sprachmodell, mit dem Google Suchanfragen versteht. Website-Betreiber können BERT nicht selbst „einsetzen“ oder gezielt darauf optimieren.

Der Kern des Trends stimmt trotzdem: Menschen formulieren ihre Suchen immer häufiger als ganze Fragen, vor allem gegenüber KI-Assistenten. Wer in natürlicher Sprache schreibt und die Fragen seiner Zielgruppe direkt beantwortet, wird von Google und von KI-Assistenten besser verstanden.

4. Videoinhalte im Fokus: Visuelle Reize für die Nutzer

Die Einschätzung von 2024: Videos nehmen einen zentralen Stellenwert ein. Sie sollten für Keywords optimiert, mit strukturierten Daten ausgezeichnet und ausführlich beschrieben werden.

Was daraus geworden ist: Bestätigt. Videos erscheinen weiterhin prominent in den Suchergebnissen, und auch KI-Übersichten verweisen auf Videos. Die Empfehlungen von damals gelten: aussagekräftiger Titel, gute Beschreibung und strukturierte Daten für Videos. Google zeigt ein Video allerdings vor allem dann in den Suchergebnissen, wenn es der Hauptinhalt einer Seite ist. Ein Video, das irgendwo am Ende eines langen Textes eingebettet ist, bringt für die Suche wenig.

5. Core Web Vitals und Seitenladegeschwindigkeit: Schnelligkeit als Erfolgsfaktor

Die Einschätzung von 2024: Die Ladegeschwindigkeit bleibt entscheidend. Besonders wichtig sind die Core Web Vitals wie LCP (Largest Contentful Paint) und CLS (Cumulative Layout Shift).

Was daraus geworden ist: Bestätigt, mit einer Änderung. Im März 2024 hat Google die Kennzahl FID durch INP (Interaction to Next Paint) ersetzt. INP misst, wie schnell eine Seite auf Klicks und Eingaben reagiert. Die Core Web Vitals bestehen seitdem aus LCP, INP und CLS.

Wie schnell Ihre Website ist, prüfen Sie weiterhin mit Google PageSpeed Insights. Mehr dazu lesen Sie in unserem Artikel zu technischem SEO und Core Web Vitals.

6. Nutzererfahrung und -signale: Zufriedene Nutzer als Ziel

Die Einschätzung von 2024: Google setzt stärker auf eine gute Nutzererfahrung. Eine verständliche Navigation, hochwertige Inhalte und klare Wege zur Anfrage steigern die Zufriedenheit der Besucher, und positive Nutzersignale wirken sich auf das Ranking aus.

Was daraus geworden ist: Bestätigt. Über das US-Kartellverfahren gegen Google ist öffentlich geworden, dass Google Daten zum Nutzerverhalten, etwa Klicks in den Suchergebnissen, in die Bewertung von Seiten einfließen lässt. Wie stark das im Einzelfall wirkt, legt Google nicht offen. Die Empfehlung bleibt: eine klare Struktur, verständliche Menüs und Inhalte, die die Frage des Besuchers schnell beantworten. Finden Besucher, was sie suchen, bleiben sie und fragen eher an.

Die Einschätzung von 2024: Das Featured Snippet, die „Position 0“ über den normalen Suchergebnissen, bietet viel Aufmerksamkeit. Inhalte sollten mit klaren Antworten, Überschriften und Listen darauf ausgerichtet werden. Zudem zeigen die Suchergebnisseiten immer mehr Bildelemente und neue Funktionen.

Was daraus geworden ist: Hier hat sich am meisten verändert. Featured Snippets gibt es weiterhin, doch bei vielen Suchanfragen steht ganz oben inzwischen eine KI-Übersicht (AI Overview). Google zeigt sie seit 2025 auch in Deutschland, dazu kam im Herbst 2025 der KI-Modus als eigener Bereich der Suche. Die KI-Übersicht fasst die Antwort selbst zusammen und verlinkt einige Quellen. Viele Nutzer bekommen ihre Antwort so, ohne eine Website zu besuchen.

Die Tipps von damals helfen trotzdem: Klare, präzise Antworten auf häufige Fragen, gute Überschriften und Listen machen es wahrscheinlicher, dass Ihre Seite als Quelle in einer KI-Übersicht erscheint. Wie Sie dort und in KI-Assistenten sichtbar werden, erklären wir auf unserer Seite zu GEO.

8. Lokale Suchmaschinen­optimierung (Local SEO): Heimatverbunden zum Erfolg

Die Einschätzung von 2024: Für lokale Unternehmen bleibt Local SEO unverzichtbar. Dazu gehören lokale Keywords, klare Standortangaben und ein gepflegtes Google-Profil.

Was daraus geworden ist: Bestätigt. Das Google-Unternehmensprofil (früher Google My Business) ist für lokale Unternehmen weiterhin einer der wichtigsten Hebel. Bewertungen, vollständige Angaben und aktuelle Fotos entscheiden mit darüber, wer in Google Maps und im lokalen Kartenbereich der Suche erscheint. Auch KI-Assistenten greifen bei Fragen wie „guter Zahnarzt in meiner Nähe“ auf Profile, Bewertungen und lokale Websites zurück. Mehr dazu lesen Sie auf unserer Seite zu Local SEO.

9. Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen: Die Zukunft gestalten

Die Einschätzung von 2024: KI ermöglicht personalisierte Suchergebnisse, und SEO-Tools erweitern ihre Funktionen mit KI. Mit ChatGPT lassen sich Inhalte schnell erstellen.

Was daraus geworden ist: Der Trend ist eingetreten, aber größer als gedacht. KI verändert nicht nur einzelne Werkzeuge, sondern die Suche selbst: Mit den KI-Übersichten und dem KI-Modus bei Google, mit ChatGPT, Perplexity und Microsoft Copilot bekommen Menschen Antworten, ohne eine Liste von Links durchzugehen. Für Unternehmen heißt das: Es reicht nicht mehr, bei Google weit oben zu stehen. Sie sollten auch dort genannt werden, wo KI-Assistenten ihre Antworten zusammenstellen.

Zu korrigieren ist unsere damalige Aussage, mit ChatGPT lasse sich hochwertiger Content „kinderleicht“ erstellen. KI hilft bei Ideen, Gliederungen und Entwürfen. Google geht aber seit 2024 ausdrücklich gegen massenhaft erstellte Inhalte ohne Mehrwert vor, egal ob sie von Menschen oder mit KI geschrieben wurden. Texte, die mit KI entstehen, sollten deshalb immer mit eigenem Fachwissen geprüft und ergänzt werden. Wie das gelingt, lesen Sie im Artikel ChatGPT für SEO-Texte. Wie Sie bei ChatGPT selbst gefunden werden, erklärt unser Artikel ChatGPT SEO: Wie Unternehmen besser bei ChatGPT gefunden werden.

Trend von 2024 Stand September 2026
Mobile Optimierung bestätigt, heute Voraussetzung
E-A-T bestätigt, heute E-E-A-T mit eigener Erfahrung
Sprachsuche und BERT anders gekommen: Fragen in natürlicher Sprache, vor allem an KI-Assistenten
Videoinhalte bestätigt
Core Web Vitals bestätigt, INP hat FID ersetzt
Nutzererfahrung und -signale bestätigt
Featured Snippets teilweise von KI-Übersichten verdrängt
Local SEO bestätigt, wichtiger denn je
Künstliche Intelligenz eingetreten und größer als erwartet

Die neun SEO-Trends aus 2024 aus heutiger Sicht

Die meisten SEO-Trends von 2024 haben sich bestätigt. Mobile Optimierung, schnelle Ladezeiten, eine gute Nutzererfahrung, vertrauenswürdige Inhalte und Local SEO sind heute keine Trends mehr, sondern die Grundlage jeder erfolgreichen Website.

Was wir unterschätzt haben, ist der Einfluss von KI auf die Suche. KI-Übersichten und KI-Assistenten beantworten viele Fragen direkt. Damit wird es wichtiger, als verlässliche Quelle zu gelten: mit klaren Antworten, erkennbarem Fachwissen und einer technisch sauberen Website, die Google und KI-Assistenten gut lesen können.

Die gute Nachricht: Wer die Grundlagen beherrscht, ist auch für diese Entwicklung gut aufgestellt. Wie wir Websites für Google und KI-Assistenten sichtbar machen, lesen Sie auf unserer Seite zur Suchmaschinenoptimierung.

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