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Fehler auf WordPress-Websites: 6 typische Fehler vermeiden

Sechs typische Fehler auf WordPress-Websites, vom fehlenden Impressum bis zum falschen Cookie-Banner, und wie Sie Abmahnungen und Besucherverluste vermeiden.

Anton HorstAktualisiert amLesezeit4 Minuten
Person im karierten Hemd arbeitet an einem Laptop auf einem Holzschreibtisch, daneben Bücher und eine Kaffeetasse

Fehler auf WordPress-Websites sind für Besucher und Betreiber gleichermaßen ärgerlich. Deshalb sind eine sorgfältige Planung, Umsetzung und Prüfung der Website so wichtig. So lassen sich viele Fehlerquellen vermeiden, bevor sie überhaupt entstehen. Manche Fehler kosten nicht nur zufriedene Kunden, sondern können auch rechtliche Folgen haben, etwa Abmahnungen oder Bußgelder.

Gerade deshalb lohnt es sich, auf eine möglichst fehlerfreie Website zu achten.

In diesem Blogartikel stellen wir Ihnen typische Fehler auf WordPress-Websites vor und erklären, wie Sie sie vermeiden. Schauen wir uns die sechs häufigsten Fehler genauer an.

1. Fehlendes Impressum

Ein fehlendes Impressum hat rechtliche und geschäftliche Folgen. In Deutschland sind geschäftsmäßige Websites verpflichtet, ein Impressum mit Angaben zum Betreiber zu veröffentlichen. Geregelt ist das seit Mai 2024 in § 5 des Digitale-Dienste-Gesetzes (DDG), das die Vorgaben des früheren Telemediengesetzes übernommen hat. Fehlt das Impressum oder ist es unvollständig, drohen Abmahnungen und Bußgelder. Auch dem Image schadet ein fehlendes Impressum: Die Website wirkt unseriös, und viele Besucher verlassen sie wieder, ohne Kontakt aufzunehmen oder etwas zu kaufen.

Nehmen Sie das Impressum also nicht auf die leichte Schulter, und erstellen Sie es rechtskonform. Es sollte von jeder Seite aus mit einem Klick erreichbar sein, zum Beispiel über den Footer.

2. Fehlende Mobiloptimierung

Ein Großteil des Internet-Traffics kommt heute von Smartphones. Umso wichtiger ist es, dass Ihre WordPress-Website für mobile Geräte optimiert ist, denn davon hängt die Benutzerfreundlichkeit ab. Websites ohne Mobiloptimierung werden auf dem Smartphone fehlerhaft dargestellt und verschenken viel Potenzial. Hinzu kommt: Google bewertet Websites nach ihrer mobilen Version, der sogenannten Mobile-First-Indexierung. Die meisten WordPress-Themes sind zwar bereits für Smartphones ausgelegt. Prüfen Sie trotzdem auf verschiedenen Geräten, ob die mobile Ansicht wirklich gut funktioniert, also ob Texte lesbar, Buttons groß genug und Formulare leicht auszufüllen sind.

3. Google Fonts werden nicht lokal geladen

Google Fonts sind eine beliebte Möglichkeit, einer WordPress-Website eine eigene Note zu geben. Werden die Schriften aber direkt von den Servern von Google geladen, überträgt der Browser personenbezogene Daten wie die IP-Adresse Ihrer Besucher an Google. Das Landgericht München hat 2022 entschieden, dass das ohne Einwilligung gegen die DSGVO verstößt, und einem Besucher Schadensersatz zugesprochen. Danach folgte eine Welle von Abmahnungen. Vermeiden lässt sich das Problem, indem Sie die Google Fonts lokal auf Ihrem eigenen Server einbinden.

Ein Cookie-Banner ist ein wichtiger Baustein des Datenschutzes und sollte für Besucher gut sichtbar und funktional sein. Er informiert darüber, welche Cookies und Dienste die Website nutzt, und holt die Einwilligung dafür ein. Vorgeschrieben ist das für alle Cookies und Dienste, die nicht unbedingt erforderlich sind, zum Beispiel für Statistik oder Werbung (§ 25 TDDDG und DSGVO). Ein falsch implementierter Cookie-Banner kann dazu führen, dass Besucher ihre Einwilligung nicht wirksam geben oder ablehnen können. Damit verstößt der Betreiber gegen den Datenschutz, was rechtliche Folgen haben kann. Außerdem leidet das Vertrauen der Besucher.

Typische Fehler bei Cookie-Bannern sind:

  • Keine Möglichkeit zum Ablehnen: Der Banner bietet nur „Verstanden“ oder „Mehr erfahren“ an, aber keinen Button, um Cookies abzulehnen.
  • Ungleiche Gestaltung der Buttons: Der Button „Alle akzeptieren“ ist farbig hervorgehoben, die Ablehnung dagegen kaum sichtbar. Besucher werden so optisch zur Einwilligung gedrängt.
  • Cookies vor der Einwilligung: Die Website setzt Cookies oder lädt Tracking-Dienste bereits beim Aufruf, noch bevor Besucher zugestimmt haben.

Solche Fehler finden sich auf vielen WordPress-Websites. Für WordPress gibt es Consent-Plugins wie Borlabs Cookie, mit denen sich Cookies datenschutzkonform einrichten lassen. Wer Google Ads oder Google Analytics nutzt, sollte außerdem darauf achten, dass der Banner den Consent Mode v2 von Google unterstützt.

5. Langsame Ladezeit

WordPress-Websites laden oft langsamer als nötig. Häufige Ursachen sind überladene Themes und Page Builder, zu viele Plugins und große, nicht optimierte Bilder. Je mehr Code eine Seite laden muss, desto länger dauert es, und viele Besucher springen ab, bevor die Seite überhaupt angezeigt wird. Sie sind es gewohnt, dass Seiten praktisch sofort erscheinen. Eine langsame Ladezeit verschlechtert die Nutzererfahrung und wirkt sich auch auf die Rankings aus. Wenn Sie Ihr Google-Ranking verbessern möchten, ist die Speed-Optimierung ein guter erster Schritt. Dazu gehören zum Beispiel die Bildoptimierung, Caching und das Aufräumen nicht benötigter Plugins. Wie Google die Ladezeit misst, erklären wir im Beitrag zu technischem SEO und Core Web Vitals. Veraltete Plugins sind übrigens nicht nur langsam, sondern auch ein Sicherheitsrisiko, mehr dazu im Beitrag zur WordPress-Sicherheit.

6. Unvollständige Datenschutzerklärung

In der Datenschutzerklärung informiert der Betreiber darüber, welche personenbezogenen Daten die Website erhebt, wofür sie verwendet und wie sie geschützt werden. Sie muss alle nötigen Informationen enthalten, damit Besucher nachvollziehen können, was mit ihren Daten geschieht, zum Beispiel beim Kontaktformular, bei Statistik-Tools oder eingebetteten Videos. Eine unvollständige Datenschutzerklärung verunsichert Besucher und schadet dem Vertrauen in das Unternehmen. Zudem kann sie gegen die Informationspflichten der DSGVO verstoßen.

Website-Betreiber sollten deshalb regelmäßig prüfen, ob ihre Datenschutzerklärung vollständig und verständlich ist und zu den tatsächlich eingesetzten Diensten passt. Jedes neue Plugin oder Tracking-Tool kann eine Anpassung nötig machen.

Fazit: Fehler auf WordPress-Websites

Bei der Erstellung und beim Betrieb einer WordPress-Website gibt es einige Fallstricke. Um Abmahnungen und rechtliche Probleme zu vermeiden, sollten Sie Ihre Website regelmäßig auf Rechtssicherheit prüfen und sich bei Unsicherheiten rechtlich beraten lassen. Technische Fehler wie eine fehlende Mobiloptimierung oder lange Ladezeiten lassen sich mit einer sauberen Umsetzung und regelmäßiger Wartung beheben. Wie wir WordPress-Websites aufbauen und betreuen, lesen Sie auf unserer Seite zur Webentwicklung.

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