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Website-Relaunch ohne Rankingverlust: Checkliste für Unternehmen

Website-Relaunch ohne Rankingverlust: Was Sie vor, am Tag und nach dem Start prüfen müssen, damit Ihre neue Website bei Google nicht abrutscht.

Anton HorstVeröffentlicht amLesezeit4 Minuten
Entwickler am Schreibtisch mit Quellcode auf einem großen Bildschirm, daneben Laptop, Kaffeebecher und ausgedruckter Code

Eine neue Website soll mehr Anfragen bringen. Manchmal passiert nach dem Start aber das Gegenteil: Die Besucher über Google brechen ein, Seiten, die jahrelang auf der ersten Seite standen, sind verschwunden. Meist wurde beim Umzug etwas vergessen. Mit einer guten Vorbereitung lässt sich ein Website-Relaunch ohne Rankingverlust umsetzen. Diese Checkliste zeigt, worauf es ankommt.

Warum ein Relaunch Rankings kosten kann

Google kennt Ihre Website über ihre Adressen. Jede Seite, die heute rankt, hat eine URL, Links von anderen Websites und eine Bewertung, die über Jahre gewachsen ist. Bei einem Relaunch ändern sich oft genau diese Dinge:

  • Adressen ändern sich ohne Weiterleitung. Aus /leistungen/zahnersatz.html wird /zahnersatz/, und die alte Adresse zeigt einen Fehler. Google verliert die Verbindung zwischen alter und neuer Seite.
  • Inhalte fallen weg. Ausführliche Texte werden gekürzt oder ganze Seiten nicht übernommen, weil sie im neuen Design „zu lang“ wirken.
  • Titel und Überschriften ändern sich. Die Begriffe, für die eine Seite gefunden wurde, stehen plötzlich nicht mehr drin.
  • Technische Altlasten aus der Testphase. Die Testversion war für Google gesperrt, und die Sperre geht versehentlich mit live.

Vor dem Relaunch: Bestandsaufnahme

Die wichtigste Arbeit passiert, bevor die neue Website online geht.

1. Alle alten Adressen sammeln

Sammeln Sie jede URL, die Ihre Website heute hat oder in den letzten Jahren hatte. Gute Quellen sind:

  • die aktuelle XML-Sitemap
  • die Google Search Console, Bericht „Seiten“ und „Leistung“
  • ältere Versionen Ihrer Website im Internet Archive
  • Backlink-Tools, die zeigen, auf welche Adressen andere Websites verlinken

2. Wertvolle Seiten markieren

Prüfen Sie für jede Adresse, ob sie Besucher über Google bringt, für wichtige Suchbegriffe rankt oder Links von anderen Websites hat. Diese Seiten müssen auf der neuen Website eine gleichwertige Entsprechung bekommen, mit ähnlichem Inhalt und passenden Suchbegriffen.

3. Einen Weiterleitungsplan anlegen

Für jede alte Adresse legen Sie fest, wohin sie künftig führt:

  • 301-Weiterleitung auf die passende neue Seite, wenn es eine Entsprechung gibt
  • 410 für Inhalte, die bewusst entfallen und keinen Ersatz haben
  • Keine Sammelweiterleitung auf die Startseite. Google behandelt das oft wie einen Fehler, und Besucher finden nicht, was sie gesucht haben.

Achten Sie auch auf Ketten: Leitet A auf B und B auf C weiter, sollte A direkt auf C zeigen.

4. Die Testversion absichern

Die neue Website entsteht am besten auf einer eigenen Testadresse, geschützt mit Passwort und gesperrt für Suchmaschinen. Notieren Sie sich, wo diese Sperre gesetzt ist, damit sie beim Start sicher entfernt wird.

Am Tag des Starts

  • Weiterleitungen testen. Rufen Sie alle alten Adressen automatisch auf und prüfen Sie, ob jede mit 301 oder 410 antwortet und am richtigen Ziel landet.
  • Sperren entfernen. Prüfen Sie, dass keine Seite mehr noindex trägt und die robots.txt nichts Wichtiges blockiert.
  • Sitemap einreichen. Reichen Sie die neue Sitemap in der Google Search Console ein und entfernen Sie dort alte Sitemaps, die es nicht mehr gibt.
  • Tracking prüfen. Formulare, Anrufe und Consent-Banner sollten von der ersten Stunde an richtig messen, sonst fehlen Ihnen später die Vergleichswerte.

In den Wochen danach

Nach dem Start geht es vor allem ums Beobachten:

  • Prüfen Sie in der Search Console wöchentlich den Bericht „Seiten“. Tauchen neue 404-Fehler auf, fehlt eine Weiterleitung.
  • Vergleichen Sie Klicks und Rankings Ihrer wichtigsten Seiten mit der Zeit vor dem Relaunch.
  • Beobachten Sie, ob Google die neuen Seiten in den Index aufnimmt.

Kleine Schwankungen in den ersten Wochen sind normal, während Google die neue Struktur erfasst. Bleiben einzelne Seiten dauerhaft hinter ihren alten Werten zurück, lohnt ein genauer Blick auf Inhalt und Weiterleitung.

Aus der Praxis: unser eigener Relaunch

Ende September 2026 haben wir unsere eigene Website von WordPress auf eine neue, maßgeschneiderte Lösung umgestellt. Dabei sind wir genau nach dieser Checkliste vorgegangen:

  • Wir haben alle 68 Adressen aus der alten Sitemap und 45 weitere ältere Adressen aus dem Internet Archive erfasst.
  • Alle Weiterleitungen stehen in einer einzigen Datei, aus der beim Bauen der Website automatisch die Weiterleitungsregeln für den Server entstehen.
  • Bei jeder Änderung prüft ein automatischer Test, dass jedes Weiterleitungsziel existiert und keine Ketten entstehen.
  • Die Testversion lief vorab auf einer eigenen Adresse, gesperrt für Suchmaschinen.

Auch für Kunden begleiten wir Relaunches so, zum Beispiel für das Ingenieurbüro elbcore engineers, bei dem die neue Website ohne Rankingverlust online ging.

Checkliste zum Mitnehmen

  1. Alle alten Adressen aus Sitemap, Search Console, Archiv und Backlinks sammeln
  2. Seiten mit Besuchern, Rankings und Links markieren
  3. Für jede Adresse ein Ziel festlegen: 301 oder 410
  4. Inhalte, Titel und Suchbegriffe der wichtigen Seiten übernehmen
  5. Testversion mit Passwort und Sperre für Suchmaschinen
  6. Am Starttag Weiterleitungen testen, Sperren entfernen, Sitemap einreichen
  7. In den Wochen danach 404-Fehler, Klicks und Rankings beobachten

Sie planen eine neue Website und möchten Ihre Rankings mitnehmen? Wir bauen Websites mit WordPress oder als maßgeschneiderte Lösung und kümmern uns beim Relaunch um alles, was Ihre Sichtbarkeit schützt. Wenn Sie vorher wissen möchten, welche Seiten bei Ihnen besonders wichtig sind, ist das SEO-Audit der richtige Einstieg.

Fragen

Häufige Fragen

Ihre Frage ist nicht dabei? Wir beantworten sie gern persönlich.

Frage stellen
Verliert man bei einem Relaunch immer Rankings?

Nein. Wenn jede alte Adresse auf die passende neue Seite weitergeleitet wird und wichtige Inhalte erhalten bleiben, bleiben die Rankings in aller Regel stabil. Kleine Schwankungen in den ersten Wochen sind normal, während Google die neue Website erfasst.

Was ist der Unterschied zwischen 301 und 410?

Eine 301-Weiterleitung sagt Google, dass eine Seite dauerhaft unter einer neuen Adresse liegt. Rankings und Links gehen dabei auf die neue Seite über. Der Status 410 sagt, dass eine Seite bewusst entfernt wurde und es keinen Ersatz gibt.

Sollte ich beim Relaunch auch die Domain wechseln?

Nur wenn es einen guten Grund gibt, etwa einen neuen Firmennamen. Ein Domainwechsel ist ein zusätzliches Risiko. Wenn beides nötig ist, braucht es besonders sorgfältige Weiterleitungen und eine Adressänderung in der Google Search Console.

Kontakt

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Sie möchten das nicht selbst umsetzen? Dann übernehmen wir das gern für Sie. Schreiben Sie uns kurz, worum es geht, und wir melden uns innerhalb eines Werktags persönlich bei Ihnen.

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